Der indische Badmintonverband hat am Montag in Gold Coast erstmals Gold im gemischten Teamwettbewerb der Commonwealth Games gewonnen. Im Final besiegte Indien den Titelverteidiger Malaysia mit 3:1.
Das Mixed-Doppel Satwiksairaj Rankireddy/Ashwini Ponnappa lag im entscheidenden Spiel gegen die Rio-Olympia-Silbermedaillengewinner Chan Peng Soon/Goh Liu Ying zunächst mit 8:12 zurück. Danach holte es sieben Punkte in Folge und führte mit 15:12. Am Ende gewann das indische Paar mit 21:14, 15:21, 21:15.
Srikanth und Nehwal sorgen für die Entscheidung
Der Weltranglisten-Zweite Kidambi Srikanth erhöhte die Führung auf 2:0, indem er den dreifachen Olympia-Silbermedaillengewinner Lee Chong Wei in einem hochklassigen Duell mit 21:17, 21:14 bezwang. Es war sein erster Sieg über den malaysischen Star in fünf Begegnungen.
„Vielleicht war Lee nicht in Bestform, aber gegen einen Spieler wie ihn kann man nie sicher sein. Man muss immer aufmerksam bleiben, und das war ich. Ich habe auch alles gegeben. Ich hatte nicht erwartet, dass es so einfach sein würde“, sagte Srikanth.
Goh V Shem/Tan Wee Kiong hielten Malaysias Hoffnungen am Leben. Sie schlugen Rankireddy/Chirag Shetty im Herrendoppel mit 21:15, 22:20 und verkürzten auf 1:2.
Im Dameneinzel liess die Olympiasiegerin von 2010, Saina Nehwal, den Goldmedaillengewinn nicht mehr aus den Händen gleiten, trotz der starken Gegenwehr von Soniia Cheah aus Malaysia. Nehwal gewann den ersten Satz klar mit 21:11. Im zweiten Satz lag Cheah zunächst mit 3:7 zurück. Sie liess sich nach einer medizinischen Pause die verletzten Finger tapen, holte danach vier Punkte in Folge und führte mit 15:13. Schliesslich entschied sie den zweiten Satz für sich.
Die Weltranglisten-29. Cheah wirkte nun wie verwandelt. Sie erreichte fast jeden Ball von Nehwal und setzte mit ihrem Spiel auf Schläge an die Linie, was sie bis zum Stand von 9:8 belohnte. Doch danach liessen Cheahs Schnelligkeit und Ausdauer nach. Nehwal nutzte dies, erzielte 13 Punkte in Serie und gewann den dritten Satz mit 21:9. Damit sicherte sie Indien den Mannschaftsgoldgewinn.
„Es war kräftezehrend. Ich habe während des Spiels kurz den Fokus verloren, konnte mich aber zusammenreissen und sicherstellen, dass der goldene Siegpunkt mir gehörte. Es ist eine Medaille, die ich für immer schätzen werde, sie ist etwas ganz Besonderes. Teamgold ist immer noch viel wertvoller“, sagte Nehwal.
„Ich glaube, heute Nacht wird niemand im Team schlafen. Vielleicht entspanne ich mich morgen einfach und denke danach an das Einzel“, fügte Nehwal hinzu.