Anders Antonsen aus Dänemark hat sich am Sonntag in Vantaa (Finnland) im dramatischen Dreisatz-Duell gegen den Japaner Yushi Tanaka den Titel im Herreneinzel der Arctic Open 2026 gesichert. Der Weltranglisten-Sechste lag nach dem ersten Satz zurück, wehrte im dritten Satz einen Matchball ab und gewann schliesslich 16:21, 21:16, 27:25 gegen den Weltranglisten-18. Nach 86 Minuten hochklassigen Badmintons jubelte der Däne.
Der Sieg ist Antonsens zweiter Titel in der Saison 2026, nachdem er zuvor bereits die Thailand Open gewonnen hatte. Zugleich baut er seine Bilanz gegen Tanaka auf vier Siege in Folge aus.
Tanaka gewinnt den ersten Satz
Antonsen startete stark und zog auf 7:3 davon. Tanaka fand jedoch schnell ins Spiel und glich zum 8:8 aus. Nach einem Rückstand von 9:11 drehte der Japaner die Partie, gewann drei Punkte in Folge und ging mit 12:11 in Führung. Beim Stand von 15:14 für Tanaka folgte der entscheidende Lauf: Sechs Punkte in Serie brachten ihm den Satz mit 21:16.
Antonsen erzwingt den Entscheidungssatz
Der zweite Satz verlief anders. Tanaka führte früh mit 6:4, doch Antonsen antwortete mit vier Punkten in Folge und bestimmte zunehmend die Ballwechsel. Tanaka blieb in Reichweite und verkürzte auf 14:15. Antonsen liess sich seinen Vorsprung jedoch nicht mehr nehmen, blieb in der Schlussphase ruhig und gewann den Satz mit 21:16. Damit war der Entscheidungssatz erzwungen.
- Sieger: Anders Antonsen (Dänemark)
- Finalgegner: Yushi Tanaka (Japan)
- Resultat: 16:21, 21:16, 27:25
Antonsen wehrt Matchball ab
Im dritten Satz entwickelte sich ein enges Duell, in dem keiner der beiden Spieler einen klaren Vorteil herausspielen konnte. Tanaka lag zwischenzeitlich mit 10:9 vorne, die Führung wechselte aber immer wieder. Beim Stand von 20:19 hatte Tanaka den ersten Matchball, Antonsen wehrte ihn ab und glich zum 20:20 aus.
Danach folgte ein langer Kampf über die 21 Punkte hinaus, in dem beide Spieler immer wieder Chancen zum Abschluss erarbeiteten. Am Ende behielt Antonsen die Nerven, holte die letzten beiden Punkte und gewann den Satz mit 27:25.
Zweiter Titel 2026 für Anders Antonsen
Der Erfolg rundet eine erfolgreiche Woche für den 29-jährigen Dänen ab. Im Halbfinal hatte er bereits den Malaysier Lee Zii Jia in drei Sätzen besiegt, 21:11, 15:21, 21:16. Am Finaltag folgte nun der nächste hart umkämpfte Dreisatz-Sieg gegen Tanaka.
Der Titel bringt Antonsen den Rückenwind, den er für die kommenden Turniere der BWF World Tour braucht.
Mia Blichfeldt gewinnt das Damen-Einzel
Auch im Damen-Einzel jubelte Dänemark. Mia Blichfeldt, an Position acht gesetzt, bezwang die Thailänderin Ratchanok Intanon, die topgesetzte Spielerin, mit 21:17, 21:13 in zwei Sätzen.
Blichfeldt kontrollierte die Partie gegen eine der erfahrensten Spielerinnen im Damen-Badminton und liess der Thailänderin keine Chance, den Final in einen dritten Satz zu zwingen.
- Siegerin: Mia Blichfeldt (Dänemark)
- Finalistin: Ratchanok Intanon (Thailand)
China gewinnt Damen-Doppel und Mixed
China sicherte sich den Titel im Damen-Doppel. Chen Fang Shu Tian und Luo Xu Min setzten sich gegen die an Position zwei gesetzten Hsu Yin-Hui und Lin Jhih Yun aus Chinesisch Taipeh mit 21:18, 21:19 durch. Beide Sätze blieben eng, doch das chinesische Duo war in den entscheidenden Momenten die ruhigere Paarung.
Auch im Mixed holte China den Titel. Die an Position drei gesetzten Jiang Zhen Bang und Wei Ya Xin schlugen die Landsleute Gao Jia Xuan und Wu Meng Ying mit 21:18, 21:16.
Die Final-Resultate der Arctic Open 2026
- Herreneinzel: Anders Antonsen (Dänemark) schlägt Yushi Tanaka (Japan) 16:21, 21:16, 27:25
- Damen-Einzel: Mia Blichfeldt (Dänemark) schlägt Ratchanok Intanon (Thailand) 21:17, 21:13
- Damen-Doppel: Chen Fang Shu Tian/Luo Xu Min (China) schlagen Hsu Yin-Hui/Lin Jhih Yun (Chinesisch Taipeh) 21:18, 21:19
- Mixed: Jiang Zhen Bang/Wei Ya Xin (China) schlagen Gao Jia Xuan/Wu Meng Ying (China) 21:18, 21:16
Das Herreneinzel bot das dramatischste Finish der Resultate. Antonsen drehte einen Rückstand nach dem ersten Satz, wehrte einen Matchball ab und sicherte sich den Titel mit 27:25 im dritten Satz.